Stellen Sie sich vor, Sie entdecken in einer verwinkelten Gasse in Florenz oder London einen prachtvollen Ring, doch der Blick in die Innenseite hinterlässt statt Vorfreude nur Stirnrunzeln. Wo in Deutschland die gewohnten dreistelligen Zahlen stehen, prangen plötzlich Symbole wie Kronen, Pantherköpfe oder kryptische Buchstaben. Die Unsicherheit bei Punzierungen im Ausland ist verständlich, denn jedes Land folgt eigenen Traditionen und gesetzlichen Vorgaben. Oft schwingt die Sorge mit, ob das vermeintliche Goldstück tatsächlich den versprochenen Feingehalt besitzt oder ob man ohne die gewohnte deutsche Norm einer Täuschung erliegt.
Wir teilen Ihre Leidenschaft für meisterliches Handwerk und wissen, dass die Vielfalt an Maßsystemen wie Karat oder Tausendstel verunsichern kann. Als Experten in sechster Generation ist es uns ein Anliegen, Ihnen Souveränität beim Schmuckkauf zurückzugeben. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie internationale Gold- und Silberstempel sicher identifizieren und die Qualität von Schmuckstücken aus aller Welt fachgerecht bewerten. Wir blicken gemeinsam auf das Wiener Übereinkommen, erklären länderspezifische Gewichtsgrenzen und zeigen Ihnen, wie Sie Fehlkäufe im Urlaub künftig vermeiden.
- Wiener Übereinkommen
- Goldstempel identifizieren
- Silberstempel lesen
- Fehlkäufe vermeiden
- Schmuck bewerten
Wichtigste Erkenntnisse
- Verstehen Sie die Vielfalt internationaler Symbole und warum diese in vielen Ländern die gewohnten numerischen Feingehaltsstempel ersetzen.
- Identifizieren Sie das Symbol der Waage als verlässliches Merkmal des Wiener Übereinkommens für grenzüberschreitende Qualitätsstandards in Europa.
- Erkennen Sie kritische Kennzeichnungen wie "Gold Filled", um den tatsächlichen Edelmetallwert bei Punzierungen im Ausland fachgerecht einzuschätzen.
- Erfahren Sie, wie Sie mit einer 10-fach Einschlaglupe verborgene Details entschlüsseln und erste wertvolle Hinweise zur Echtheit sammeln.
- Nutzen Sie die Sicherheit einer professionellen Laboranalyse, wenn optische Merkmale allein für eine abschließende Bewertung nicht ausreichen.
Was sind Punzierungen im Ausland und warum variieren sie?
Wer hochwertigen Schmuck erwirbt, sucht Sicherheit und Beständigkeit. Eine Punzierung dient dabei als staatlicher oder privater Herkunftsnachweis für Edelmetalle. Um fundiert zu verstehen, Was sind Punzierungen eigentlich, hilft ein Blick auf ihre grundlegende Funktion: Sie garantieren verbindlich den Feingehalt von Gold, Silber oder Platin. Historisch gesehen entwickelten sich nationale Stempeltraditionen oft isoliert voneinander. Während in Frankreich bereits im 13. Jahrhundert strenge staatliche Kontrollen herrschten, setzten andere Nationen auf regionale Gilden oder private Markierungen der Meisterwerkstätten.
Bei Punzierungen im Ausland begegnen uns heute zwei grundlegende Systeme. In Ländern wie Frankreich, Irland oder dem Vereinigten Königreich herrscht eine strikte Pflichtpunzierung durch unabhängige staatliche Ämter (Assay Offices). Im Gegensatz dazu erlaubt das deutsche Recht, basierend auf dem Gesetz über den Feingehalt von 1884, eine freiwillige Stempelung durch den Hersteller selbst. Für Sie als Endverbraucher fungiert die Punze als wichtigster Schutzschild gegen minderwertige Legierungen; sie schafft die nötige Transparenz und Vertrauensbasis beim internationalen Schmuckkauf.
Internationale Stempel
Ein zentrales Element jedes echten Schmuckstücks ist die Verantwortlichkeitsmarke. Sie identifiziert weltweit den Hersteller oder Importeur des Objekts. Wichtig zu wissen: Ein fehlender Stempel bedeutet nicht zwingend mangelnde Qualität. Gerade bei antikem Erbe oder Stücken aus Ländern ohne strikte Stempelpflicht fehlen diese Markierungen oft völlig. In vielen Kulturen finden sich statt nüchterner Zahlen kunstvolle Symbole wie Tiere, Wappen oder heraldische Zeichen. Diese Bildsprache macht die Identifizierung von Punzierungen im Ausland zu einer anspruchsvollen Aufgabe, die viel Erfahrung erfordert.
Feingehalt verstehen
Besonders im angloamerikanischen Raum sowie in Teilen Asiens herrscht das Karat-System vor. Während wir in Europa den Feingehalt meist in Tausendsteln angeben, basiert Karat auf einer 24er-Skala. Ein Ring mit der Prägung 14K entspricht mathematisch einem Feingehalt von 583,3 Tausendsteln. In der deutschen Norm wird dies üblicherweise als 585er Gold gestempelt. Solche Details sind entscheidend, um den tatsächlichen Wert von Goldschmuck korrekt einzuschätzen. Große Verwechslungsgefahr besteht bei Begriffen wie "Gold Filled" (GF). Diese bezeichnen lediglich eine mechanisch aufgebrachte Goldschicht und kein massives Edelmetall, was den Materialwert drastisch beeinflusst.
Das Wiener Übereinkommen: Einheitliche Standards in Europa
Das Streben nach grenzüberschreitender Sicherheit führte 1972 zur Unterzeichnung eines wegweisenden Vertrags. Das Wiener Übereinkommen, offiziell als Convention on the Control and Marking of Precious Metals bekannt, schafft eine verlässliche Basis für den internationalen Handel mit Edelmetallen. Das Herzstück dieses Abkommens ist die Common Control Mark (CCM). Sie erkennen diese spezielle Punze an dem Symbol einer Waage, die zwischen den Ziffern des Feingehalts steht. Jährlich werden etwa 5 Millionen Artikel mit diesem Siegel versehen. Diese Zahl unterstreicht die enorme Bedeutung für den europäischen Markt und den Schutz der Käufer.
Für Reisende bietet dieser Standard einen unschätzbaren Vorteil. Wer im Urlaub ein Schmuckstück mit der CCM-Punze erwirbt, muss keine nachträglichen Prüfungen oder Komplikationen beim Import in andere Mitgliedsstaaten fürchten. Die Waage garantiert, dass das Objekt bereits von einem unabhängigen Prüfamt nach strengsten Kriterien kontrolliert wurde. Zu den aktuellen Mitgliedsstaaten zählen unter anderem Österreich, die Schweiz, die skandinavischen Länder, Irland, das Vereinigte Königreich sowie Polen, die Tschechische Republik, die Niederlande und Portugal. Durch diese Harmonisierung wird sichergestellt, dass Punzierungen im Ausland innerhalb dieses Verbunds dieselbe Aussagekraft besitzen wie heimische Stempel.
Europäische Standards
Innerhalb des Übereinkommens sichern unabhängige Prüfämter die Einhaltung der Reinheitsgrade. Jedes Mitgliedsland unterhält offizielle Stellen, die jedes einzelne Stück physisch testen, bevor die CCM-Marke vergeben wird. Dieser Prozess unterscheidet sich deutlich von der Praxis in Deutschland. Hierzulande basiert das System primär auf der Eigenverantwortung der Hersteller, die ihre Stempel selbst anbringen dürfen. Das Wiener Modell schafft durch die externe Kontrolle eine zusätzliche Ebene des Vertrauens, die besonders bei hochwertigen Investitionen entscheidend ist.
Wiener Vertrag
Der Werterhalt eines Schmuckstücks hängt maßgeblich von seiner nachweisbaren Qualität ab. Ein nach den Richtlinien des Wiener Vertrags gepunztes Objekt lässt sich international leichter wiederverkaufen. Käufer weltweit vertrauen auf die Unabhängigkeit der staatlichen Prüfung. Wir bei Juwelier Risch legen seit sechs Generationen größten Wert auf diese Transparenz. In unserer Meisterwerkstatt begegnen wir täglich Stücken, deren Herkunft erst durch diese Symbole zweifelsfrei geklärt wird. Um tiefer in die Materie einzutauchen, hilft ein Blick in unseren Beitrag über das Stempelgesetz, der die deutschen Besonderheiten beleuchtet. Wenn Sie auf der Suche nach zeitloser Qualität sind, finden Sie in unserer Auswahl an Goldschmuck Stücke, die höchsten handwerklichen Ansprüchen genügen.
Wichtige Unterschiede: Gold- und Silberstempel weltweit im Vergleich
Wer Schmuck jenseits der deutschen Grenzen erwirbt, stößt schnell auf ein verwirrendes Dickicht aus Zeichen. Während wir uns hierzulande auf schlichte dreistellige Zahlen verlassen, erzählen Punzierungen im Ausland oft ganze Geschichten über die regionale Herkunft und staatliche Überwachung. Ein Blick auf die internationalen Märkte zeigt deutliche Abweichungen in der Kennzeichnungspflicht und Symbolik, die den Wert eines Stückes maßgeblich bestimmen.
- Deutschland: Freiwillige Stempelung mit Feingehalt (z. B. 585 oder 750).
- USA: Angabe in Karat (14K, 18K) sowie Hinweise auf Beschichtungen (GF, HGE).
- Frankreich: Staatliche Bildsymbole wie der Adlerkopf für 18-karätiges Gold.
- Italien: Kombination aus Feingehalt, Stern und Provinzcode (z. B. 750 * 1 AR).
Besonderheiten begegnen uns vor allem in den USA. Stempel wie "Gold Filled" (GF) oder "Heavy Gold Electroplate" (HGE) erfordern Ihre Aufmerksamkeit. Hierbei handelt es sich nicht um massives Edelmetall. Gold Filled bezeichnet ein Verbundmaterial, bei dem eine Goldschicht mechanisch auf einen unedlen Kern gewalzt wurde. Es ist zwar deutlich langlebiger als eine einfache Vergoldung, erreicht aber nie den Materialwert von echtem Goldschmuck. In Frankreich sichert der Adlerkopf als offizielle staatliche Punze die Qualität von 18K Gold ab, während italienische Stücke durch die Stern-Nummer-Provinz-Kombination eine lückenlose Rückverfolgbarkeit bis zum Hersteller ermöglichen. AR steht dabei beispielsweise für die traditionsreiche Schmuckprovinz Arezzo.
Länder Vergleich
Bei Silber herrscht international oft die 925er-Norm (Sterling) vor. Dennoch finden sich in Ländern wie Italien oder Österreich häufig 800er-Punzen auf Tafelsilber oder historischem Schmuck. In einigen Regionen wird bei sehr leichten Stücken gänzlich auf eine Kennzeichnung verzichtet. Besonders bei handgefertigter Schmuck aus kleinen Ateliers kann die Punze fehlen oder durch ein individuelles Meisterzeichen ersetzt sein. Solche Unikate erfordern eine fachmännische Einschätzung, um den ideellen und materiellen Wert präzise zu bestimmen.
Goldstempel Ausland
In asiatischen Handelszentren wie Hongkong begegnet Ihnen oft der Begriff "Chuk Kam". Dieses System steht für Gold mit einem Reinheitsgrad von mindestens 99,0 %. Es ist weicher und gelber als die in Europa üblichen Legierungen. Eine häufige Verwechslungsgefahr bei Punzierungen im Ausland besteht beim Stempel "925" auf goldglänzenden Oberflächen. Dies kennzeichnet Vermeil, also vergoldetes Sterlingsilber, und kein massives Gold. Vorsicht gilt auch bei "Mexican Silver": Während hochwertiges Silber aus Taxco meist korrekt gestempelt ist, verbirgt sich hinter dem Begriff "Alpaca" eine silberfreie Kupfer-Nickel-Zink-Legierung, die lediglich optisch an das Edelmetall erinnert.
Praktische Tipps: So identifizieren Sie ausländische Schmuckstempel
Die Entschlüsselung von Punzierungen im Ausland erfordert ein geschultes Auge und die richtige Herangehensweise. Da diese Markierungen oft winzig und an verborgenen Stellen angebracht sind, ist eine 10-fache Einschlaglupe das wichtigste Hilfsmittel für jeden Schmuckliebhaber. Nur mit dieser Vergrößerung lassen sich feine Details von Symbolen oder winzige Ziffernkombinationen zweifelsfrei erkennen. Ein einfacher Blick mit dem bloßen Auge führt bei komplexen internationalen Stempelsystemen häufig zu Fehlinterpretationen.
Gehen Sie methodisch vor. Reinigen Sie die Stelle vorsichtig mit einem weichen Tuch, um Ablagerungen zu entfernen, die das Schriftbild verzerren könnten. Falls Sie unsicher sind, fertigen Sie scharfe Makrofotos an. Diese Dokumentation ist essenziell, wenn Sie die Expertise eines Fachmanns aus der Ferne einholen möchten. Achten Sie auf Warnsignale: Unsauber geschlagene Ränder, asymmetrische Symbole oder untypische Platzierungen sind oft erste Hinweise auf eine Fälschung oder eine nachträglich aufgebrachte, irreführende Punze.
Punzen Lesen
Suchen Sie an den klassischen Positionen nach den wertvollen Hinweisen. Bei Ringen befindet sich die Punze fast immer auf der Innenseite der Ringschiene. Ketten und Armbänder tragen die Markierung meist auf dem Verschlusselement oder einem kleinen Endring. Bei Ohrringen finden Sie den Stempel oft auf dem Stecker oder der Ohrmutter. Unterscheiden Sie dabei zwischen reinen Design-Logos des Herstellers und dem eigentlichen Feingehaltsstempel. Achten Sie zudem auf Zusatzstempel wie "PLAT" für Platin oder "PALL" für Palladium, die oft neben der numerischen Angabe stehen und den Materialwert massiv beeinflussen.
Stempel Identifikation
Besondere Vorsicht ist bei Urlaubskäufen in Ländern wie der Türkei oder Ägypten geboten. Dort weichen die Kontrollmechanismen oft von europäischen Standards ab. Ein häufiges Täuschungsmanöver ist die Prägung "18KGP". Das Kürzel GP steht für "Gold Plated" und kennzeichnet lediglich eine hauchdünne Vergoldung auf unedlem Metall. Es handelt sich also nicht um massives Gold. Um ein Gefühl für echte Referenzqualität zu bekommen, lohnt ein Blick auf hochwertig verarbeiteten Goldschmuck aus Meisterhand. Wenn Sie unsicher über die Echtheit eines im Ausland erworbenen Stücks sind, bringen Sie es gerne in unsere Werkstatt nach Rottach-Egern. Wir prüfen Ihre Schätze mit der Erfahrung aus sechs Generationen und modernster Technik.

Sicherheit durch Expertise: Warum der Goldschmied die letzte Instanz ist
Selbst mit einer Lupe und viel Geduld stößt die optische Identifikation von Punzierungen im Ausland an ihre Grenzen. Moderne Fälschungen sind oft so geschickt geprägt, dass sie selbst erfahrene Laien täuschen. In unserer Meisterwerkstatt nutzen wir deshalb wissenschaftliche Methoden wie die klassische Säureprobe oder die präzise Röntgenfluoreszenzanalyse. Nur diese Verfahren geben absolute Gewissheit über den tatsächlichen Feingehalt, da sie die chemische Zusammensetzung der Legierung bis in die Tiefe bestimmen. Diese Sicherheit ist für den Werterhalt Ihrer Schätze unerlässlich, da sie den materiellen Kern zweifelsfrei bestätigt.
Ein oft unterschätzter Aspekt ist das Risiko bei späteren Instandsetzungen. Wenn wir ein im Ausland erworbenes Stück bearbeiten, müssen wir die exakte Legierung kennen. Unterschiedliche Feingehalte bedeuten unterschiedliche Schmelzpunkte. Ohne dieses Wissen könnte ein Ring beim einfachen Löten irreparablen Schaden nehmen. Als Meisterbetrieb in 6. Generation verfügen wir über die nötige Erfahrung, um auch exotische Legierungen sicher zu handhaben. Seit 1884 steht Juwelier Risch am Tegernsee für diese handwerkliche Souveränität und Transparenz bei jeder Schmuckprüfung.
Meisterliche Prüfung
Oft sind es erst die feinen Nuancen, die ein Erbstück oder einen Urlaubsfund offenbaren. Eine professionelle Ultraschallreinigung in unserer Werkstatt entfernt tiefsitzende Verunreinigungen und legt oft erst verborgene, winzige Punzen frei. Unser Team berät Sie zudem individuell, wenn es um die Umarbeitung von Schmuckstücken aus Übersee geht. Wir verwandeln Ihre Mitbringsel in tragbare Unikate, ohne deren historischen Charakter zu verlieren. Nutzen Sie unsere Expertise im Bereich Schmuck Reparatur, um den Glanz Ihrer Fundstücke dauerhaft zu sichern.
Fachliche Prüfung
In unserem Haus verschmilzt traditionelle Goldschmiedekunst mit modernster Lasertechnologie. Diese Synergie ermöglicht es uns, selbst bei unpunzierten Stücken eine verlässliche Wertermittlung durchzuführen. Falls Ihr Schmuckstück keine erkennbaren Markierungen trägt, erstellen wir nach einer gründlichen Analyse ein qualifiziertes Zertifikat. Dies dient Ihnen als offizieller Nachweis für Versicherungen oder einen späteren Wiederverkauf. Vertrauen Sie auf ein Erbe, das Beständigkeit über Generationen hinweg garantiert. Besuchen Sie uns für eine persönliche Goldschmied Tegernsee Beratung und lassen Sie Ihre Punzierungen im Ausland von Meisterhand validieren.
Souveränität beim internationalen Schmuckkauf gewinnen
Die Welt der Edelmetalle ist so vielfältig wie die Länder, aus denen sie stammen. Wer die Logik hinter der Common Control Mark versteht und den Adlerkopf vom schlichten Karatstempel unterscheidet, kauft bereits mit einem deutlich sichereren Gefühl ein. Dennoch bleiben Punzierungen im Ausland ein anspruchsvolles Feld, auf dem oft winzige Details über den tatsächlichen Materialwert entscheiden. Eine Lupe liefert Ihnen wertvolle erste Hinweise. Die endgültige Gewissheit für Ihre Investition bringt jedoch erst die meisterliche Analyse im Fachbetrieb.
Verlassen Sie sich bei Ihren wertvollen Fundstücken auf eine Expertise, die über Generationen hinweg gewachsen ist. Als Meistergoldschmied in 6. Generation verbinden wir in unserem Traditionsbetrieb seit 1884 am Tegernsee tiefes handwerkliches Wissen mit modernster Lasertechnologie für höchste Präzision. Wir validieren den Feingehalt Ihrer Schätze zuverlässig und sorgen so für deren langfristigen Werterhalt. Lassen Sie Ihren Schmuck vom Meister prüfen – Kontaktieren Sie Juwelier Risch und gewinnen Sie absolute Klarheit über Ihre internationalen Kostbarkeiten. Wir freuen uns darauf, die Geschichte Ihrer Schmuckstücke gemeinsam mit Ihnen zu bewahren.
Häufig gestellte Fragen zu internationalen Schmuckstempeln
Was bedeutet der Stempel 14K auf meinem Ring aus den USA?
Der Stempel 14K steht für 14 Karat und ist die im angloamerikanischen Raum übliche Angabe für den Goldgehalt. Umgerechnet in das in Deutschland gebräuchliche Tausendstelsystem entspricht dies einem Feingehalt von 585. Das bedeutet, dass von 24 Gewichtsanteilen der Legierung genau 14 Anteile aus reinem Gold bestehen. Achten Sie darauf, dass keine Zusätze wie GF (Gold Filled) folgen, da dies lediglich eine Beschichtung kennzeichnet und den Wert massiv senkt.
Sind Schmuckstücke ohne Punzierung immer wertlos?
Nein, ein fehlender Stempel ist kein automatisches Zeichen für Minderwertigkeit. Besonders bei antikem Erbe oder individuellen Anfertigungen aus kleinen Ateliers fehlen offizielle Markierungen oft völlig. Auch Reparaturen oder Größenänderungen können Punzen im Laufe der Zeit unkenntlich machen. Der materielle Wert bleibt davon unberührt, muss jedoch durch eine fachmännische Prüfung, etwa mittels Säureprobe oder Röntgenfluoreszenzanalyse, von einem Experten zweifelsfrei bestimmt werden.
Wie erkenne ich, ob eine ausländische Punze echt ist?
Echte Punzierungen im Ausland zeichnen sich durch ein sauberes, scharfkantiges Schriftbild und eine präzise Symmetrie aus. Nutzen Sie eine 10-fach Einschlaglupe, um Unregelmäßigkeiten wie verschwommene Ränder oder asymmetrische Symbole aufzuspüren. Jedes Land nutzt spezifische Symbole, wie den Adlerkopf in Frankreich oder die Waage des Wiener Übereinkommens. Wirken die Zeichen wie nachträglich eingekratzt oder grob gegossen, ist höchste Vorsicht geboten und eine professionelle Laboranalyse ratsam.
Was ist der Unterschied zwischen 925 und Sterling Silber im Ausland?
Es gibt keinen qualitativen Unterschied zwischen diesen beiden Bezeichnungen. Beide Begriffe garantieren einen Feingehalt von 92,5 % reinem Silber. Während die Zahl 925 die mathematische Angabe in Tausendsteln ist, stellt Sterling Silber die traditionelle Bezeichnung dar, die vor allem im Vereinigten Königreich und den USA rechtlich geschützt ist. Achten Sie bei Käufen darauf, dass keine Zusätze wie "Plated" oder "EPNS" erscheinen, die auf versilbertes Basismetall hindeuten.
Darf ich Schmuck mit ausländischen Punzen in Deutschland verkaufen?
Ja, der Verkauf von Schmuck mit internationalen Stempeln ist in Deutschland problemlos möglich. Entscheidend für den Ankaufspreis ist jedoch nicht allein der Stempel, sondern der tatsächlich nachgewiesene Edelmetallgehalt. Da Punzierungen im Ausland oft anderen Normen folgen, führen seriöse Händler und Goldschmiede vor dem Ankauf eine eigene Prüfung durch. So wird sichergestellt, dass die Legierung den hiesigen Standards entspricht und ein fairer, marktgerechter Preis ermittelt werden kann.
Warum haben manche antiken Stücke aus dem Ausland gar keinen Stempel?
In der Vergangenheit gab es keine weltweit einheitliche Pflicht zur Kennzeichnung von Edelmetallen. Viele Länder setzten auf regionale Gildenordnungen oder überließen die Markierung den einzelnen Meisterwerkstätten. Zudem konnten Punzen bei historischen Stücken durch intensives Tragen oder fachgerechte Aufarbeitungen über Jahrzehnte hinweg abgerieben werden. Das Fehlen eines Stempels bei einer Antiquität ist daher oft ein historisches Merkmal und erfordert eine meisterliche Einschätzung durch einen erfahrenen Experten.
Was bedeutet das Symbol eines Tieres in einer französischen Punze?
Frankreich nutzt ein komplexes System aus Bildsymbolen zur staatlichen Qualitätskontrolle. Ein Adlerkopf kennzeichnet beispielsweise 18-karätiges Gold (750er Gold), während ein Hundekopf für Platin steht. Ein Minerva-Kopf signalisiert hingegen Silberobjekte. Diese Symbole garantieren, dass das Stück von einem offiziellen Prüfamt kontrolliert wurde. Da diese Zeichen oft sehr klein sind, hilft nur eine Lupe, um die feinen Konturen der Tiere sicher von einfachen Schmucklogos zu unterscheiden.
Kann Juwelier Risch die Echtheit meiner ausländischen Goldkette prüfen?
Als Meisterbetrieb in 6. Generation verfügen wir über die nötige Expertise und modernste Technik, um Ihre internationalen Schmuckstücke zweifelsfrei zu bewerten. Wir nutzen präzise Analyseverfahren wie die Säureprobe oder Lasertechnologie, um den exakten Feingehalt zu bestimmen. Seit 1884 begleiten wir unsere Kunden am Tegernsee bei der Wertermittlung ihrer Schätze. Besuchen Sie uns gerne in Rottach-Egern für eine persönliche Beratung und eine fachgerechte Prüfung Ihrer ausländischen Gold- oder Silberstücke.
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